TWINT kennt für Vereine zwei Gebührenmodelle: 1,3 % oder 2,5 % pro Transaktion. Welches du zahlst, hängt davon ab, welche Lösung du nutzt – und ob du die Kontaktdaten deiner Zahlenden brauchst. Dieser Artikel zeigt dir, wann welche Gebühr anfallen, wann sie sich lohnen – und wann du besser auf eine andere Zahlungsmöglichkeit setzt.
Wenn du zuerst wissen möchtest, was TWINT Pay, Pay Plus und Donate überhaupt können, lies unseren TWINT-Ratgeber für Vereine. Hier geht es nur ums Geld.
TWINT Gebühren für Vereine: Die zwei Stufen
TWINT und sein Technologiepartner RaiseNow bieten Vereinen drei Lösungen an – mit genau zwei Gebührenmodellen:
| Lösung | Gebühr | Personendaten | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| TWINT Pay | 1,3 % | Nein | Getränke, Eintritt, Kiosk |
| TWINT Pay Plus | 2,5 % | Ja | Mitgliedsbeiträge, Merchandise |
| TWINT Donate | 2,5 % | Ja | Spenden, Fundraising |
Der einzige Unterschied zwischen 1,3 % und 2,5 %: ob du Kontaktdaten der zahlenden Person erfasst oder nicht. Die Technik dahinter erklärt der TWINT-Ratgeber für Vereine im Detail.
TWINT Pay (1,3 %): Günstig – und für die meisten Fälle ausreichend
Vereinsfest. Getränkeverkauf. Tombola. Eintrittskarten. Wenn der Verein viele kleine Beträge kassiert und die Person dahinter egal ist, ist TWINT Pay die richtige Wahl.
1,3 % klingt wenig. Ist es auch – solange die Einzelbeträge klein sind. Bei 5 Franken für ein Getränk sind das 6,5 Rappen Gebühr. Vertretbar.
Wann TWINT Pay sinnvoll ist:
- Kleine Beträge, viele Transaktionen
- Kein Bedarf, die zahlende Person zu identifizieren
- Schnelles Einrichten, kein Formular nötig
TWINT Pay Plus und Donate (je 2,5 %): Teurer – aber mit konkretem Gegenwert
2,5 % ist fast doppelt so viel. Was bekommt der Verein dafür? Die Kontaktdaten der zahlenden Person – Name, E-Mail-Adresse, je nach Formular mehr.
Das lohnt sich, wenn du diese Daten brauchst: für künftige Spendenaufrufe, für das Marketing, für Mitgliederverwaltung. TWINT Donate geht einen Schritt weiter: Es stellt automatisch Spendenquittungen aus – wichtig für Spender, die den Betrag steuerlich absetzen möchten.
Wann 2,5 % gerechtfertigt sind:
- Du willst Spenderinnen und Spender für spätere Aktionen kontaktieren
- Du sammelst Spenden und musst Quittungen ausstellen
- Die höhere Gebühr ist durch den Datenwert langfristig gedeckt
Wann werden TWINT-Gebühren zum Problem?
Bei Mitgliedsbeiträgen. Konkret: Ein Jahresbeitrag von 120 Franken kostet über TWINT Pay Plus 3 Franken Gebühr. Bei 200 Mitgliedern sind das 600 Franken pro Jahr – die einfach weg sind.
TWINT rechnet prozentual. Der Aufwand für eine Zahlung von 5 Franken ist für das System gleich gross wie für eine von 500 Franken. Die Gebühr skaliert trotzdem mit. Das ist bei hohen Einzelbeträgen teuer.
Unsere Empfehlung: Mitgliedsbeiträge und andere grössere Einmalbeiträge nicht über TWINT einziehen. Eine QR-Rechnung aus Webling ist hier die günstigere Option – ohne Prozentgebühr.
Was kostet TWINT konkret? Ein Rechenbeispiel
| Zahlung | TWINT Pay (1,3 %) | TWINT Pay Plus / Donate (2,5 %) |
|---|---|---|
| 5 CHF (Getränk) | 0.07 CHF | 0.13 CHF |
| 20 CHF (Eintritt) | 0.26 CHF | 0.50 CHF |
| 50 CHF (Spende) | 0.65 CHF | 1.25 CHF |
| 120 CHF (Jahresbeitrag) | 1.56 CHF | 3.00 CHF |
| 120 CHF × 200 Mitglieder | 312 CHF/Jahr | 600 CHF/Jahr |
Fazit: 1,3 % oder 2,5 % – die Entscheidung ist einfach
Brauchst du die Kontaktdaten? Dann 2,5 %. Brauchst du sie nicht? Dann 1,3 %.
Und wenn der Betrag hoch ist: keine TWINT-Lösung. QR-Rechnung.
Die meisten Vereine fahren gut mit einer Kombination: TWINT Pay für Events und Kiosk, TWINT Donate für Spendenaktionen, QR-Rechnung für Mitgliederbeiträge.
Was die drei TWINT-Lösungen konkret können, wie du sie einrichtest und wie Webling die Buchungen automatisch synchronisiert, erklärt der TWINT-Ratgeber für Vereine.
Hast du gute oder schlechte Erfahrungen mit den TWINT-Gebühren gemacht? Lass es uns in den Kommentaren wissen.




Ich verwende Twint in unserem Kino. Funktioniert ja nicht schlecht, aber die Gebühren sind zu hoch. Vorallem sollte es niemals ein Prozentsatz der Summe sein. Das ist wie eine Steuer, und für Twint ist der Aufwand für den Transfer für eine grössere Summe nicht höher als für eine kleine. Ein absoluter Wucher sind die zusätzlichen 30 Rappen für Transfer des Namens des Bezahlers. Und das Verbot, den Sticker online zu verwenden ist sehr fragwürdig, grenzt an Knebel Vertrag.